
Wer heute durch die winterliche Breitachklamm wandert, kann verstehen, warum dieser Ort die Fantasie der Menschen schon vor Jahrhunderten beflügelte. Besonders der enge „Zwing“ galt früher als geheimnisvoller Ort. Man erzählte sich von Geistern, die tief zwischen den Felswänden hausten, und sogar von einem verborgenen Schatz.
Wenn im Winter mächtige Eisvorhänge von den dunklen Felsen hängen, das Licht nur stellenweise bis in die Schlucht fällt und tief unten die Breitach rauscht, bekommen diese alten Geschichten plötzlich eine ganz eigene Wirkung. Vielleicht lohnt es sich also, auf dem Weg einmal kurz stehen zu bleiben, still zu werden und der Klamm zuzuhören.